Virtualisierte Server - warum ist das sinnvoll und was ist dabei zu beachten

Virtualisierte Server - warum ist das sinnvoll und was ist dabei zu beachten

Wir möchten diesem Beitrag voranstellen dass es pur um eine Diskussion einer Problematik und nicht um die Umsetzung geht. Sprich dieser Artikel wird Vor- wie Nachteile diskutieren und nicht deren Umsetzung.

Nachdem Apple die Serverwelt endgültig mit der Beschneidung der Server.app verlassen hat sind intelligente Lösungen für Apple-Umgebungen die einfach funktionieren und nicht unverhältnismäßige Kosten verursachen gesucht. Ein einfaches NAS erfüllt sicher den Bedarf Dateien ablegen zu können, eine TimeMachine-Sicherung einzurichten und ähnliches. Leider fehlen DNS, einfach funktionierende Server basierende Kalender wie Adressbücher und ein ordentliches Sharing wenn man das nicht über Apples iCloud erledigen möchte. Genau für solche Szenarien haben wir uns umgesehen im letzten Jahr und funktionierende Lösungen zusammen gestellt.

Virtualisierung ist nichts neues – es wird seit vielen Jahren genutzt auf Basis von unterschiedlichsten Produkten. Allerdings findet man diese Vorgehensweise in Linux-/Unix- und Microsoft-Umgebungen in der Apple-Welt ist diese Lösung in Bezug auf produktive Server nicht so verbreitet.

Der Vorteil einer Virtualisierung liegt auf der Hand. Der Kunde braucht nicht für jeden einzelnen Server in der Unternehmung eigene Hardware. Vorhandene Ressourcen werden effektiver genutzt. Server sind schnell migriert und werden Installationen gemacht kann man, wenn etwas schief läuft, schnell mit Snapshots welche man vorher gemacht hat auf den ursprünglichen Stand zurückkehren. Über Benutzerrechte sind unterschiedlichste Zugriffsszenarien und somit Testumgebungen jederzeit realisierbar. Braucht die Unternehmung mehr Rechenleistung werden dem Server-Verbund einfach weitere Rechner hinzugefügt und steht die Aktualisierung von Hardware an fällt kein Server aus, denn dieser wird von den anderen Rechnern im Verbund zur Verfügung gestellt – ergo Hardware-Updates stellen sich mir folgt dar. Bisherige Maschine aus dem Verbund abmelden und aus dem Serverschrank ausbauen. Neue Maschine rein im Sever-Verbund anmelden, eventuell noch virtuelle Server übernehmen und damit ist dann schon alles erledigt. Der langen Rede kurzer Sinn es ist vieles machbar was mit physikalischen Servern teilweise recht schwierig sein kann.

Der Nachteil einer solchen Umgebung ist, dass der Einstieg umfassender ist als einen einzelnen Server zu installieren, denn man muss sich Gedanken machen um Strukturen, Sicherheit und Netzwerkverbindungen. Die Grundausstattung der Virtualisierungsserver will gut geplant sein – dennoch ist das alles logisch durchdacht auch für einen Geschäftsmann mit ein wenig Unterstützung durch einen Fachmann machbar.

Unter Linux wird KVM verwendet, allerdings sind solche Lösungen für Kunden die keine Kenntnisse am Terminal haben unmöglich selbst zu bedienen, wenn mal eine Kleinigkeit verändert werden muss oder einfach eine Information benötigt wird. Deswegen verwenden wir bei Kundenprojekten Proxmox. Die Lösung hat eine Weboberfläche mit der man schnell sehen kann wie es dem Server-Rechner geht. Speicherbelegung, CPU- und Arbeitsspeicherauslastung, alles sieht man übersichtlich im Hauptbildschirm.

In Proxmox kann auch mit Containern gearbeitet werden. Das drückt die Last für den Proxmox-Server weiter. Da ich an der Stelle aber nicht verwirren möchte bleibe ich für diesen Artikel bei der Virtualisierung von Servern.

Welche Gründe sprachen für uns eine Virtualisierungs-Umgebung basierend auf Linux mit einem Webfrontend zu verwenden...

Nun an erster Stelle standen die Kosten. Linux und damit auch Proxmox braucht weniger Recourcen bei der Hardware. Damit kann der Kunde entweder mit refurbished Servern oder kleiner dimensionierter Hardware auskommen, was die Kosten deutlich drückt.

Dann ist die Plattform grundsätzlich kostenfrei - auch wenn es Sinn macht zumindest das Maintenance-Paket der Community Version zu erwerben um aktuelle Updates von Proxmox zu bekommen, welche den Server stabil und leistungsfähig halten.

Eine entscheidende Frage bei solchen Server-Systemen ist wie lange kann man auf Server und deren Dienste verzichten…

Ist eine halbe oder eine Stunde kein Problem so kann man einen Clusterverbund mit zwei Servern konfigurieren. Fällt der bereitstellende Server aus, meldet sich ein Administrator an dem verbleibenden Server an, übernimmt die zentral abgelegten virtuellen Server. Danach dauert es noch eine Weile bis alle Dienste gestartet sind und die Server stehen wieder zur Verfügung.

Reicht das nicht braucht der Kunde im Cluster-Verbund mindestens drei Server. In dem Fall kann ein Server ausfallen und die verbleibenden Maschinen übernehmen nach einer gewissen Zeit automatisch die Server und fahren die Dienste wieder hoch. Je mehr Virtualisierungs-Server im Cluster konfiguriert sind, desto mehr Maschinen können ausfallen und werden durch die Verbleibenden aufgefangen.

Im Zentrum der Serveranlage steht ein Laufwerk, welches von allen Servern gleich erreicht werden kann. Um wieder teure Hardware zu vermeiden bietet sich die Plattform NAS an. Dort werden eigene Freigaben formuliert welche die virtuellen Maschinen, die Sicherungen und/oder Snapshots etc. aufnehmen. Ein solches Laufwerk kann natürlich auch die Datensicherung und die eigentlichen Daten des Unternehmens halten. Auch hier gilt natürlich redundant ist besser als ein einziges Laufwerk auf dem alles liegt.

Nun noch die Datensicherung, diese kann ebenso durch NAS-Laufwerke realisiert werden. Entweder mit klassischer Sicherungssoftware Uder zumindest durch Replizierenden auf andere Laufwerke welche ebenso auch in einer externen Location befinden können. Wenn das nicht möglich ist bleibt dann immer noch ein verschlüsseltes Cloud-Backup.

Um auch hier eine Leistungsfähige wie preisgünstige Lösung anbieten zu können verwenden wir FreeNAS. Installiert auf Server-Maschinen bietet es nahezu unbegrenzte Speicher-Lösungen. Auch die Erweiterung mit Modulen trägt zur Effektivität bei. So ist es möglich eine Sicherungslösung basierend auf FreeNAS zu installieren und das alles ohne dabei weitere Kosten zu verursachen. Ausschließlich der Erwerb von Hardware verursacht für den Unternehmer Kosten – alles andere ist kostenfrei verfügbar.

Lösungen die Sinn machen – testen Sie es einfach mit uns aus. Wir beraten, helfen und zeigen Ihnen auch gerne wie Sie es selbst machen können.

Cornelius Hoffmann

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